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Ratgeber

Was 100 km mit Strom wirklich kosten — im Vergleich zu Benzin und Diesel

Wir erklären, wie Sie Ihre eigene präzise Kostenrechnung zwischen Laden und Tanken aufstellen, statt sich auf fremde pauschale Behauptungen ohne Zahlen dahinter zu verlassen.

FindVolta Redaktion14.8.20262 Min. Lesezeit
KostenLadenVergleichKraftstoff

"Wie viel spare ich wirklich" ist das Erste, was fast jeder potenzielle EV-Käufer durchrechnet. Die Antwort hängt stark davon ab, wie Sie laden — deshalb lohnt es sich, die Methode zu verstehen statt sich auf eine fremde Pauschalzahl zu verlassen.

Die Formel für ein Elektroauto

Die Kosten pro 100 km berechnen sich so:

(Verbrauch kWh/100km) × (Preis pro kWh) = Kosten pro 100 km

Der Verbrauch variiert je nach Modell, Fahrstil und Temperatur — typischerweise zwischen 14 und 22 kWh/100km bei Stadt- und gemischter Fahrt.

Unterschiede je nach Ladeort

Laden zu Hause über Nacht ist die günstigste Option — mit einem Niedertarif liegen die Kosten pro 100 km deutlich unter dem Tagestarif. Hier ist die reale Ersparnis gegenüber Kraftstoff am größten.

Öffentliches AC-Laden (11-22 kW) kostet meist mehr als Laden zu Hause, bleibt aber günstiger als schnelles DC-Laden.

Öffentliches DC-Schnellladen ist die teuerste Art, ein Elektroauto zu laden — wer sich bei häufigen langen Fahrten hauptsächlich auf DC-Stationen verlässt, kann den Vorteil gegenüber Kraftstoff deutlich schmälern.

Die Formel für ein Verbrennerfahrzeug

(Verbrauch l/100km) × (Preis pro Liter Kraftstoff) = Kosten pro 100 km

Typischer Verbrauch eines Mittelklassewagens: 6-8 l/100km bei Benzin, 5-6,5 l/100km bei Diesel im gemischten Betrieb.

So rechnen Sie selbst

Für einen genauen Vergleich nutzen Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch (nicht den optimistischen Werks-WLTP-Wert), Ihren aktuellen Strompreis nach Ihrem Tarif und den aktuellen Kraftstoffpreis an der Tankstelle, die Sie üblicherweise nutzen. Werksangaben zum EV-Verbrauch liegen meist näher am realen Verbrauch als WLTP-Zahlen bei Kraftstoff, aber es lohnt sich trotzdem, mit dem eigenen Fahrstil abzugleichen.

Ein wichtiger Hinweis

Die Ladeersparnis ist nur ein Teil der Gesamtkostenrechnung. Für das vollständige Bild sollten Sie noch den Unterschied bei der Wartung (weniger bewegliche Teile im Elektroauto), Steuervorteile und Versicherungskosten hinzurechnen, um auf die tatsächliche Jahresausgabe zu kommen.

Fazit

Es gibt keine einzelne universelle Ersparniszahl — sie hängt vollständig von Ihrem Lademuster ab. Ein Besitzer, der hauptsächlich zu Hause über Nacht lädt, spart deutlich mehr als jemand, der überwiegend auf teure DC-Stationen angewiesen ist.

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